Thomas Thieme spielt Brechts »BAAL«

Im Rahmen der Ausstellung „90 x Selbst”– Paul Wunderlich, Bildnissse und Betrachtungen – lädt der Freundeskreis Paul-Wunderlich-Stiftung am 11. November um 17 Uhr herzlich zu einem Musiktheaterabend in das Paul-Wunderlich-Haus Eberswalde ein.

Baal. Thomas Thieme wird die Texte konzertant spielen, sein Sohn Arthur Thieme den Rhythmus des Abends mit der Bassgitarre bestimmen. Eine theatralisch-musikalische Spurensuche. Denn Brecht ist Musik. So empfindet es Thieme. BAAL, die genial-poetische Krafthuberei des jungen Bertolt Brecht. Die Phantasmagorie eines Kerles, der keine Grenzen kennt: Nur Flaschen, die er leert, nur Weiber, die er füllt. Von der Bühne in den Saal und zurück wird gerufen: „Glotzt nicht so romantisch!“

Das ist von einer großen, betörenden Schwermut ebenso wie von schlagender Wucht …
ein berührender Abend, eine große „Ballade“.
Süddeutsche Zeitung

Thomas Thieme

Er gehört zu den prägnantesten Film- und Theaterschauspielern Deutschlands. Er war unter anderem am Berliner Ensemble, der Schaubühne Berlin, dem Burg-theater Wien sowie den Münchner Kammerspielen engagiert, wo er mit Regisseuren wie Claus Peymann, Einar Schleef und Robert Wilson zusammenarbeitete. 2000 wurde er von der Jury der Zeitschrift „Theater heute“ als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. Einem breiteren Publikum wurde er durch die Kinofilme „Der Untergang“, „Das Leben der Anderen“ und „Der Baader Meinhof Komplex“ bekannt. Thomas Thieme wurde mit der Goldenen Kamera 2014 in der Kategorie bester Schauspieler ausgezeichnet.

Arthur Thieme

Als Musiker und Komponist hat er für das Weimarer Nationaltheater gearbeitet und war musikalischer Leiter für Produktionen des Augsburger Brechtfestivals sowie der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Seit 2013 steht der Multi-Instrumentalist auch mit seinem Vater Thomas Thieme auf der Bühne – unter anderem mit den gemeinsam entwickelten konzertanten Aufführungen „Baal“, „Woyzeck. Blut. Lenz“ und „Das Leben des Galilei“.