Dialoge – Karin Székessy porträtiert Bildende Künstler

Beeindruckende Porträts aus sechs Jahrzehnten

Am 2. März 2019 wurde im  1. Obergeschoss des Paul-Wunderlich-Hauses Eberswalde die neue Sonderausstellung in Anwesenheit der Künstlerin und des Landrate feierlich eröffnet.  Die Laudatio hielt Thomas Kumlehn, Potsdam. Die Ausstellung auf drei Etagen des Kreishauses ist bis Februar 2020 montgs bis samstags zu besichtigen.

Karin Székessy zählt zu den wichtigsten Fotografinnen Deutschlands. Neben ihren sehr einfühlsamen Fotografien des weiblichen Aktes widmet sie sich immer wieder der Porträtfotografie. Inspiriert durch Begegnungen mit Malern, Zeichnern, Grafikern und Bildhauern aus ihrem künstlerischen Umfeld, entstehen seit den 1960er Jahren bis heute sehr lebendige und authentische Künstlerporträts.
In den zumeist in schwarz/weiß festgehaltenen Arbeiten gelingt es Karin Székessy, die enge Verzahnung zwischen dem dargestellten Künstler und seiner Kunst in die Fotografie mit einfließen zu lassen.

 

Die Ausstellung »Dialoge« auf drei Etagen des Paul-Wunderlich-Hauses wird für den Besucher zu einer Reise durch die Kunstgeschichte der letzten sechs Jahrzehnte. Immer wieder hat Karin Székessy die Gelegenheit genutzt, markante Künstlergesichter auf Zelluloid zu bannen, wenn sich ihre oder Paul Wunderlichs Wege mit denen der Künstlerkollegen kreuzten. Hinter jedem Porträtfoto verbirgt sich eine Geschichte – ein biografisches Puzzleteil aus dem Leben der Familie Wunderlich.

Die Paul-Wunderlich-Stiftung präsentiert Porträts von 100 Bildenden Künstlern, die deutsche und europäische Kunstgeschichte geschrieben haben.

Dank der Unterstützung von Karin Székessy, der Galerie Levy in Hamburg, dem HR Giger Museum, Gruyeres und anderer privater Leihgeber können viele der Fotos mit den Arbeiten der vorgestellten Künstler in einen Dialog treten.
So bietet sich dem Betrachter die zweifache Möglichkeit den vorgestellten Künstlern zu begegnen und mit ihnen selbst einen inneren Dialog zu führen.

Piaf Royal: Samstag, 28.3.2020, 18 Uhr

La vie en rose – Edith Piaf, der Spatz von Paris

Das Duo „Piaf Royal“ (Akkordeon/Gesang) interpretiert französische Chansons der vierziger und fünfziger Jahre. Die Berliner Akkordeonistin Sirid Heuts und die französische Sängerin Caroline du Bled entführen das Publikum charmant und voll Leidenschaft in die kleinen Gassen von Paris.
Die Piaf trat mit ihrem „La vie en rose“ 1946 erstmals auf der Bühne auf und sang sich schnell in die Herzen ihrer Fans. Ihre Chansons von Liebe und Abschied, von Aufstieg und Fall haben sie zur Legende werden lassen. 2020 wäre sie 105 Jahre alt geworden. In dem abwechslungsreichen Programm der beiden Musikerinnen wird der Zuschauer Teil des Geschehens und erlebt hautnah nicht nur die vielfältige Musik, sondern er erfährt auch Überraschendes und Berührendes aus dem Leben des „Spatzen von Paris“. Von der sparsamen Interpretation ihrer frühen Straßenlieder bis hin zum fulminanten „Padam“ – Caroline du Bled beherrscht alle Nuancen der Interpretation des Repertoires der
Piaf, ob als schelmische Rotzgöhre oder als dramatische Chansonneuse und zieht das Publikum mit ihrer fesselnden Moderation und ihrem charmanten französischen Akzent von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Sirid Heuts virtuoses und leidenschaftliches Akkordeonspiel erschafft die Atmosphäre eines Pariser Hinterhof-Cafés. Sie unterstreicht zart und zerbrechlich den Gesang, kann aber auch kraftvoll als ganzes Orchester den Raum fluten.
Edith Piaf war sehr eng mit Marlene Dietrich befreundet. Sie war sogar ihre Trauzeugin. Damit schließt sich, mit Blick auf die von der Paul-Wunderlich-Stiftung organisierte Herbst-Lesung 2019 der Schauspielerin Claudia Michelsen über das Leben der Marlene Dietrich im Paul-Wunderlich-Haus, sehr schön der Kreis.

 

Tickets sind erhältlich in der Toristinfo Eberswalde in der Steinstraße, online unter: https://www.public-tickets-shop.de/produkte und telefonisch über die Hotline 03337-425730.

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 2. März mit der ausstellenden Fotografin Karin Székessy und der abendlichen Schauspielerlesung mit Suzanne von Borsody und dem Trio Azul. Fotos: Torsten Stapel